Delegationsreise nach Tirana und Pristina vom 5. bis 8. November 2017: Offene Türen für Unternehmen aus Deutschland in Albanien und im Kosovo

IMG_0406-11  Delegationsreise nach Tirana und Pristina vom 5. bis 8. November 2017: Offene Türen für Unternehmen aus Deutschland in Albanien und im Kosovo

Eine Delegation der Deutsch-Albanischen Wirtschaftsgesellschaft (DAW) und der Deutsch-Kosovarischen Wirtschaftsgesellschaft (DKWG) unter Leitung der beiden Vorsitzenden Hans-Jürgen Müller von der DAW und Christian Wiesenhütter von der DKWG reiste vom 5. bis 8. November 2017 zu politischen und wirtschaftlichen Gesprächen in die beiden Hauptstädte Tirana und Pristina. Die Zielsetzung beider Präsidenten lag darin, für die interregionale Zusammenarbeit zwischen den Ländern des westlichen Balkans zu werben und die Region damit für deutsche Investoren und Händler noch attraktiver zu machen.

IMG_0420-1Zum Auftakt wurde die Delegation zu einem Austausch über die aktuelle politische und wirtschaftliche Lage in Albanien von Susanne Schütz, Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland in Tirana, empfangen. Im Mittelpunkt der Gespräche stand das Interesse, sich nach den Parlamentswahlen in beiden Ländern mit Repräsentanten der neu gebildeten Regierungen und mit Vertretern der Wirtschaft über die wirtschaftliche Prioritätensetzung zu informieren. In Albanien traf die Delegation im Finanzministerium die beiden Vizeminister Erion Luci und Albana Shkurta sowie im Ministerium für Infrastruktur und Energie Vizeministerin Dorina Cinari. Thematisiert wurden Fra­gen der steuerlichen Attraktivität in Albanien als auch Investitionsschwerpunkte im albanischen Energiesektor und weiteren Wirtschaftssektoren, wie der Herstellung von Agrarerzeugnissen, von Textilien und Schuhen sowie im Tourismus.

Die Delegation traf darüber hinaus mit Repräsentanten der Vereinigung der albanischen Handels- und Industriekammern unter Leitung von UCCIAL-Präsidentin Ines Mucostepa sowie Abgesandten der Albanian Investment Development Agency (AIDA) sowie der Regional Economic Development Agency (RED Albania) zusammen. Mit dem Vorstand der Deutschen Industrie- und Handelsvereinigung in Albanien (DIHA) unter Vorsitz von Stefanie Sieg, zugleich Geschäftsführerin des Tirana Business Park in der Nähe des internationalen Flughafens von Albanien bei Rinas, diskutierte die Delegation über Erfahrungen aus der

Praxis und informierte sich bei der albanischen Gesellschaft Forschner Albania shpk, die seit 2015 in Albanien in der Herstellung von Kabelsystemen für Unternehmen in Deutschland mit inzwischen rund 400 Mitarbeitern tätig ist, über die erfolgreiche Umsetzung einer privatwirtschaftlichen Investition in einen neuen Markt.

IMG_0536-1Im Kosovo wurde die Delegation hochrangig empfangen. Premierminister Ramush Haradinaj empfing die Delegation, die von kosovarischen Botschafter in Berlin Skender Xhakaliu begleitet wurde, in seinem Amtssitz zu einem offenen und eingehenden Austausch. Er lud deutsche Unternehmen ein, im Kosovo zu investieren und die Zusammenarbeit mit lokalen Unternehmen zu suchen. Im An­schluss diskutierte die Delegation mit Wirtschaftsminister Valdrin Lluka über die ambitionierte, aber klare Strategie zur Modernisierung und Steigerung der Leistungsfähigkeit der kosovarischen Energieherstellung und -infrastruktur. Die Delegation zeigte sich beeindruckt von den klaren Reformzielen der neuen kosovarischen Regierung, um aus dem Kosovo ein modernes und attraktives Land zu machen und zugleich die Stabilität in der Region zu stärken.

IMG_0479-1Die Vereinigung kosovarischer Hersteller unter Vorsitz von Astrit Panxha lud am Vorabend zu einem Empfang ein, auf dem die Delegation die Gelegenheit hatte, mit etwa vierzig kosovarischen Unternehmern ins Gespräch über den konkreten Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen zu kommen.

Aus Sicht der beiden Delegationen ist die Region für Unternehmen aus Deutschland attraktiv. Die erforderlichen Rahmenbedingungen werden kontinuierlich modernisiert. Und wenn sich der Gedanke der interregionalen Zusammenarbeit weiter festigt, gewinnt die Region weiter an Attraktivität, weil Marktgröße wachsen und Grenzen immer weniger eine Rolle spielen.IMG_0553-1